Maeo Dok-Lao´s Korat

Die Korat


Seit Beginn der 90er Jahre erlebt die Korat in Europa eine kleine Renaissance. Ihre Zukunft wird davon abhängen, ob sich genügend Züchter finden, die eine ausreichende Zuchtbasis für das Weiterbestehen dieser Katzen schaffen können.
Bis heute ist diese reizvolle Rasse auf einen begrenzten Züchterkreis beschränkt, was unter anderem dazu geführt hat, dass ihr zuchtbedingte Fehlentwicklungen erspart blieben. Ihren Fans gilt sie als eine der ursprünglichsten Rassen aus Südostasien.
Korat-Kenner lieben an dieser Rasse nicht nur ihr sanftes, verspieltes und anschmiegsames Wesen, sondern auch ihre Instinktfestigkeit. Sie ähnelt nicht nur äusserlich den Siamesen alten Typs: in der Jungenaufzucht von schier unerschöpflicher Geduld und Ausdauer, lebt sie in der Gemeinschaft mit Katzen unendlich auf und entwickelt richtigen Familiensinn.
Die kräftigeren Kater spielen gerne den Beschützer und verteidigen ihren Harem mit Klauen und Zähnen. Dem Menschen ist die Korat zugetan, ohne jemals unangenehm aufzufallen.

Quelle: Herrscher/Theilig

Geschichte


Die Korat Katzen wurde in Ampur Pimai, in der nordthailändischen Provinz Korat (heutzutage Nakon Ratchasima) entdeckt. Das erste bekannte Register dieser Rasse stammt aus dem „Katzengedichte Buch“ oder „Smud Khoi“ einer alten Handschrift aus der Ayudhaepoche (1350-1767).
Seit Jahrhunderten bezog die Korat den Namen als Si-Sawat, in Bezug auf eine wilde Frucht, deren Samen silberngrau ist. Als sich der König Rama V nach den Katzen erkundigte - da er von ihrer Schönheit beeindruckt war - teilte man ihm mit, dass sie aus Korat käme. Daraufhin beschloss er, dass jene Katzen auch diesen Namen erhalten sollten.
Lange Zeit führte sie ein Mauerblümchendasein am Rande der Züchterwelt, und erst Ende der 70er Jahre waren die ersten silberblauen Katzen orientalischen Typs auf europäischen Ausstellungen zu sehen.

Charakter


Die Korat hat einen wunderbaren Charakter, ist intelligent und integriert sich sehr gut in die Familie - will ein Bestandteil davon sein. Auffallend dabei ist, dass sie vielfach die Nähe zu ihren Besitzern sucht und auch findet. Sie liebt es, aktiv an den täglich anstehenden Routinearbeiten teilzunehmen und spielt gerne mit sich oder mit einem Spielzeug. Am liebsten aber spielt sie mit den ihr anvertrauten Menschen.
Es kann vorkommen, dass es während dem Spiel mal etwas grob zugeht. Grundsätzlich aber passt die Korat Katze sehr gut auf. Man merkt ihr schnell an, ob nun ihr Futtertopf leer ist, oder ob sie spielen will. Fremden gegenüber verhält sich die Korat zurückhaltend.
Die Koratkatze ist in ihrem Wesen sehr herzlich und zugänglich und passt sich ohne Probleme ihrer Umgebung an. Die gütmütige Katze eignet sich besonders für Kinder und katzenfreundliche Hunde.

Entwicklung


Die Entwicklung einer Korat Katze dauert bis zu drei Jahre und diese Dauer ist vor allem der Augenfarbe zuzuschreiben. Dies ist die ersten zwei Monate bläulich, danach etwa sechs Monate Orange um dann via Gelb (nach ca. 12 bis 14 Monaten) sich in ein wunderbares Grün zu wandeln.
Beim Körperbau auffällig ist, dass sich die Katze und Kater die ersten ca. fünf Monate fast identisch entwickeln. Danach legt der Korat Kater an Grösse und Gewicht weiter deutlich zu während das Weibchen nur noch marginal zulegt. Ein ausgewachsenes Korat Weibchen wiegt um die 2.8 kg während ein Korat Kater über vier Kilo schwer werden kann.

Rassemerkmale


Die Korat ist eine muskulöse, kräftige Katze mittlerer Grösse von eher schlankem, orientalischem Typ. Der gewölbte Rücken erinnert an Siamesen, der Körper ist insgesamt stabiler und schwerer als bei diesen. Die Beine sind schlank, stehen auf ovalen Pfoten und passen in den Proportionen zum Körper. Der an der Wurzel kräftige Schwanz ist von mittlerer Länge und endet in einer abgerundeten Spitze.
Der rundliche Kopf zeigt eine gewölbte Stirn und breiten Augenabstand, was zusammen mit dem kräftigen Kinn und den gut entwickelten Wangen ein insgesamt herzförmiges Gesicht ergibt. Der Kopf darf insgesamt keine extremen Konturen zeigen; weder darf er zugespitzt sein, noch zu breit.
Die Nase zeigt an der Wurzel einen leichten Stop und ist insgesamt von mittlerer Länge und ausreichend breit. Sie muss harmonisch zum Kopf passen.
Die grossen Ohren sind hoch gesetzt und werden offen nach vorne getragen. An der Basis sind sie breit, an der Spitze leicht gerundet. Die innere Ohrseite ist nur schwach behaart.
Die Augen der Korat sind faszinierend und unterscheiden sich von den typischen Orientalaugen durch Rundung und Grösse. Die Rundung lässt die weit offenen Augen noch grösser erscheinen, als ob sie aus den Gesicht hervorstehen würden. Sie leuchten in einem kräftigen Grün, wobei auch noch bernsteinfarbene Augen akzeptiert werden.
Das Fell der Korat ist kurz bis mittellang, hat feine, seidige Textur und sollte eng anliegen. Die Farbe ist ausnahmslos silbrig blau, wobei die Silberung auf die Haarspitzen beschränkt bleibt. Silbriges Tipping nur an den Extremitäten ist jedoch unerwünscht. Schattierungen, Streifen oder Flecken im Fell schliessen von hohen Bewertungen aus. Eine perfekt gefärbte Korat sollte glänzen, vor allem wenn sich der Bewegung das Licht auf dem Fell bricht. Weisse Stichelhaare oder Haarbüschel sind nicht erlaubt.
Der Nasenspiegel und die Fussballen sind graublau bis lavendelfarben.

Quelle: Herrscher/Theilig

GM1- und GM2-Gangliosidose


Die Gangliosidosen gehören zu einer Gruppe von Erbkrankheiten, die man als "lysosomale Speicherkrankheiten" bezeichnet. Lysosomen sind bestimmte Bereiche innerhalb der Zelle, in denen viele wichtige Stoffe ab- bzw. umgebaut werden. Moleküle, die diese Ab- bzw. Umbauarbeit leisten, nennt man Enzyme. Bei einer lysosomalen Speichererkrankung werden die Stoffe, die aufgrund eines Enzymmangels nicht weiterverarbeitet werden können, in den Lysosomen abgelagert.
Im Fall der Gangliosidosen kommt es zu einer Anreicherung von Gangliosiden (Fett-Zucker-Verbindungen) in den Zellen des Gehirns. Dadurch werden lebenswichtige Zellfunktionen im Gehirn gestört, was zu schweren Krankheitssymptomen führt. Die Gangliosidosen kommen in zwei verschiedenen Formen vor. Beide Erkrankungen äußern sich durch Symptome wie Kopfzittern sowie eine eingeschränkte Bewegungsfähigkeit der Hinterbeine bis hin zur Lähmung. Die GM1-Gangliosidose wird durch einen ererbten Mangel des Enzyms β-Galactosidase verursacht. Bei ihr beginnen die neurologischen Symptome etwas später (ca. 3 Monate) und schreiten langsamer fort. Bei der GM2-Gangliosidose fehlt das Enzym β-Hexosaminidase, das Krankheitsbild zeigt sich in der Regel früher und verschlimmert sich schneller.
Das tückische an diesen beiden Erkrankungen ist, dass sie verdeckt (autosomal rezessiv) vererbt werden. Der Erbgang der Gangliosidosen folgt hierbei den strikten Regeln der Vererbungslehre. Ein Individium erbt immer eine Genkopie von der Mutter und eine vom Vater. Bei einem rezessiven Erbgang verhält es sich so, dass Katzen, die nur eine Kopie des Krankheitsgens tragen, klinisch gesund, aber Anlageträger sind. Anlageträger selbst werden diese Krankheit nie bekommen, aber sie vererben das "kranke" Gen mit 50%iger Wahrscheinlichkeit an ihre Nachkommen weiter.
Meine Zuchttiere haben alle ein negatives Testergebnis und können mit ruhigem Gewissen zur Zucht eingesetzt werden. Deshalb ist auch ausgeschlossen das meine Kitten an der tückischen Gangliosidose erkranken können.

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